Erfahrungen mit dem Alphakurs
01.03.2011
Aller Anfang ist schön
Es war kurz nach Weihnachten, da zeigte mir meine Frau den evangelischen Gemeindebrief. "Einladung zum Alphakurs" stand da. Ein lockeres Treffen mit Menschen, die eben nicht nur über Gott und die Welt, sondern über ihren Glauben und Jesus sprechen wollten.
Ich schiebe es jetzt einmal auf meine Gattin, dass ich mich am 13. Januar tatsächlich im Gemeindesaal zu besagtem Treffen wiederfand. Zweifelnd hörte ich mir an, was "der Herr Pfarrer" dort zu sagen hatte, beäugte die Besucher; wer geht zu "so etwas", wer ist bereits fromm, wer noch "ganz normal"?
Sieben Wochen später blicke ich mit großer Freude und Dankbarkeit auf die Zeit mit wertvollen Menschen, aber auch auf wertvolle Gespräche zurück, die für mich die Tür zum Glauben ein Stück weiter geöffnet haben. Eine Zeit vom Suchen und Spüren, Finden und Fühlen, vor allem aber der Begegnung mit "Glaub-Würdigen" Menschen liegt hinter mir und - Gott sei Dank - noch vor mir!
Volker Westermann
01.03.2011
Endlich Mut gehabt
In der Dezember-Ausgabe dieses „blauen“ Kirchenbriefes fiel mir als erstes ein weißer Zettel entgegen: Einladung zum Alpha-Kurs. „Gibt es Gott?“ – seit wann stellt die Kirche solche Fragen? Bekommt man dort nicht sonst immer gelehrt, es gibt Gott und du sollst glauben? Ich wurde neugierig – und außerdem darf man schnuppern kommen, ob es gefällt – super!! Ich muss ja zugeben, dass ich schon öfter daran gedacht habe, die ein oder andere kirchliche Veranstaltung zu besuchen, aber irgendwie fehlte mir bisher immer der Mut. Und nun hatte ich die Möglichkeit in der Hand, neue Leute kennen zu lernen, in netter Umgebung zu essen und gemeinsam über Glaubensthemen zu diskutieren - war es das, worauf ich irgendwie gewartet hatte? Also, habe ich meinen Mann noch kurzerhand überzeugt, dass wir dieses Angebot ausprobieren sollten – nein unbedingt wollten.
Wir haben uns also beide voller Erwartung und mit etwas Nervosität am 13. Januar auf den Weg gemacht. Am Eingang verbreiteten viele Kerzen und Blumen gleich das Gefühl willkommen zu sein. Immer noch etwas aufgeregt und unsicher beobachteten wir erst einmal: Wer kommt da noch zu so einem Kurs? Kennen sich etwa alle schon?
Der Abend beginnt mit einer leckeren Portion Spaghetti Bolognese und beim Essen kommt man schnell ins Gespräch - die Aufregung ist vergessen. Sofort fällt die bunte Mischung der Teilnehmer auf: Leute, die schon lange in der Gemeinde mitarbeiten, aber auch viele „Neue“ sind gemeinsam neugierig auf den Alpha-Kurs. Da in so einem lebendigen Miteinander der Humor nicht fehlen darf, beginnt das Referat zum Thema des Abends immer mit einem Witz – das muss sein! In den anschließenden Diskussionsgruppen treffen völlig verschiedene Menschen aufeinander: so kommen Jugendliche dabei genauso zu Wort wie über 60-jährige, Zweifelnde und tief im Glauben Verwurzelte – eine ungezwungene Runde, in der gerade durch die Freiheit und Offenheit, lebhafte Diskussionen entstehen.
Neben vielen unglaublich tiefgehenden Gesprächen und interessanten, sowie aufgeschlossenen Menschen war das Alpha Wochenende ein echter Höhepunkt. Wie heißt es in der Werbung? Was zum Spielen, Spaß und Schokolade, gleich drei Wünsche auf einmal! Diese wurden erfüllt. Fast ein bisschen Klassenfahrt-Gefühl kam auf und wir durften zwei tolle Tage mit Spiel und Spaß und der weiteren Arbeit an Glaubensthemen erleben. Diskussionen, die so wichtig für das eigene Leben sind, und die doch leider so oft im Alltag zu kurz kommen.
Bin ich froh, endlich den Mut gehabt zuhaben, diesen neuen Schritt zu wagen.
Iris Westermann
