Konfirmation in Hallbergmoos (8. Mai) - Bericht

In die gut gefüllte und schön geschmückte Kirche in Birkeneck zogen am Sonntag 12 Jugendliche ein um von ihrem Pfarrer Thomas Bachmann konfirmiert zu werden. Die Jugendband spielte und die Besucher des Gottesdienstes erlebten im Licht durchfluteten Kirchenschiff eine sehr ansprechende Konfirmationsfeier, bei der einer der Höhepunkte, die sehr ergreifende Predigt des Pfarrers war. Als kleines Geschenk hatten die Konfirmanden von ihm ein kleines weißes Schatzkistchen erhalten, das als Inhalt einen Spiegel hatte und so konnten sie Gottes größtes Geschenk sehen, nämlich sich selbst. Denn jeder Mensch, jeder Konfirmand ist in seiner Individualität einzigartig und von Gott gewollt, sozusagen ein Schatz. An ihnen läge es nun etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie sollen nicht wie so viele in der heutigen Zeit zu Schmarotzern in der Gesellschaft werden, sondern sich gegen die Kälte und den Egoismus der heutigen Zeit auflehnen, so Bachmann. Durch die Taufe und die Konfirmation seien alle geadelt, gekrönt- ja die Konfirmanden seien zu Prominenten Gottes geworden- was für Witzfiguren wären da alle die weltlichen Promis, deren Prominenz doch nur abhängig ist von der Laune der Masse, die heute zujubelt und morgen ihre Helden kreuzigt. Bachmann forderte seine Konfirmanden auf, die feste Entscheidung zu treffen, sich den Glauben durch nichts und niemanden madig machen zu lassen. Ein Leben ohne Gott, eine Kultur ohne Gott ist haltlos, ohne Wurzeln, ohne Sinn. Er ermahnte sie, sich nichts einreden zu lassen, sich nichts aufschwatzen zu lassen von Menschen, die keine Ahnung haben, von Werbung, die nur die Gier anstacheln will, von Freunden, die nur für Spaß leben wollen. Die Oberflächlichkeit unserer Zeit ist ein Fluch, die Dummheit, Gott aus den Bereichen des Lebens zu verbannen und sich auf den Gott der „Selbstverwirklichung“ zu stützen ist der Untergang, so Bachmann eindringlich. Er beschwor sie, echt und kompromisslos mit Gott zu leben, ihren Lebensstil an der Bibel zu orientieren, für andere da zu sein und sich nach allen Kräften ein zu setzen, um zu erfahren was erfülltes Leben ist.

Bachmann schärfte den Konfirmanden ein sich nicht bedienen zu lassen und sich kein Beispiel an denen zu nehmen, die das zu ihrem Lebensmotto machen, denn sie seien die Zukunft.

Nach der bewegenden Predigt erklärte Bürgermeister Klaus Stallmeister in seinen Grußworten, dass es schwer sei nach solch einer Ansprache die richtigen Worte zu finden und deshalb appellierte er an die Konfirmanden den Lebensraum der Menschheit zu achten. Eine Weisheit, die er im Laufe seiner Lebensjahre verinnerlicht habe, gab er den Konfirmanden mit auf den Weg: Egal was Schlimmes passiert, es gibt immer eine andere Seite, aus der sich immer noch etwas Positives ziehen lässt. Edith Thormann als Mitglied des Kirchenvorstandes lud die neuen Konfirmanden ein sich in der Kirche einzubringen und ihren Weg zu gehen. Im Namen der Präperanden- und Konfirmandenleiter, die sich um die Vorbereitung der Jugendlichen auf diesen Tag gekümmert hatte wünschte Michael Simon allen eine schöne Zeit und wünschte sich den einen oder anderen mal wieder in der Kirche zu sehen und forderte sie auf auch in der Jugendarbeit aktiv zu werden.

Text: Christiane Oldenburg-Balden
Quelle: Der Hallberger (Ausgabe 10/2011 - Im Archiv)