Begeisterung für „Paulus von Tarsus“

Musical der evangelischen Kirche

Die Geschichte des Paulus von Tarsus erzählten 40 Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinde in einem peppigen Musical.

Die Geschichte des Paulus von Tarsus hat jetzt die evangelische Kirchengemeinde in einem Musical erzählt. In einer mitreißenden Vorstellung erlebten etwa 350 Zuschauer im Gemeindesaal die Wandlung des jüdischen Pharisäers und Christenverfolgers zum geläuterten Christen.

Im Gemeindesaal war bei der Premiere fast kein Platz mehr frei, so groß war das Interesse an der vierten und vorerst letzten Musical-Inszenierung der evangelischen Kirchengemeinde. Denn im nächsten Jahr, so Pfarrer Thomas Bachmann, wird man vollends mit der Einweihung des evangelischen Gemeindezentrums beschäftigt sein.

Der Aufwand für das Musical ist immens: In den Osterferien hatte Bachmann mit einem Stab Ehrenamtlicher das Großereignis vorbereitet und mit Sängern, Schauspielern, Musikern und Technikern geprobt. Ein Mix aus Fakten und Fiktion, Humor und moderner Musik beinhaltet das Musical – und das Publikum fühlte sich bestens unterhalten.

Die gewitzte und recht freie Inszenierung gewährte nicht nur Einblicke in das Leben des außergewöhnlichen Mannes, sondern wurde zur unterhaltsamen wie mitreißende Show. Und so dauerte es nicht lange, bis das Publikum begeistert mitklatschte und – wie zum Auftakt geprobt – mitsang.

Eindeutig die Handschrift von Sepp Fritsch, dem neu ins Boot geholten „Schauspiel-Direktor“, trug der ungewöhnliche Auftakt: Zwei„Putzfrauen“ (Antonia Bodenschatz, Leonie Schumacher) kündigten den Chor an und probten zur Einstimmung mit dem Publikum im Verlauf der Vorstellung immer wieder kehrenden Refrain „Schluss jetzt“.

Dass auch Volksfesthits („Und ich flieg wie ein Flieger“) gesungen und poppige Musicalhits („Heute topp, morgen flopp“) mit choreografischen Elementen „aufgepeppt“ wurden, nahm der Aufführung die in den letzten Jahren noch vorherrschende „Statik“ des Chors, der im Übrigen auch immer in Bewegung war – sei es weil Sänger zu Schauspielern mutierten oder Wölkchen im Takt der Musik geschwenkt wurden. Überhaupt die Musik: Neben den tollen Solisten Max Baumgardt, Antonia Bodenschatz und Sarah Franik, die als größte „Neuentdeckung“ gelten darf, gebührt der ausgezeichneten Band, die Jakob Thoss (Piano) um sich scharen konnte, großer Anteil am Erfolg des Musicals.

Die letzte Gelegenheit das Musical zu besuchen, besteht am 14. Mai. Um 18 Uhr zeigen die Akteure „Paulus von Tarsus“ im OMG-Gymnasium in Neufahrn.

Text / Fotos: Eva Oestereich
Quelle: www.hallberger.de (Ausgabe 9-11 als PDF)