16 Jugendliche sagen „Ja“ zu Gott

Konfirmation in Hallbergmoos

16 Jugendliche sagten am 1. Mai „Ja“. Ja zu Gott und der Kirche. Eltern, Paten, Großeltern, Freunde und die Kirchengemeinde waren zahlreich erschienen. Und sie bekamen alle eine Lektion erteilt. Kirche, Glaube, all das ist kein abgedroschenes Klischee. Pfarrerin  Dr. Juliane Fischer legte zusammen mit André Spindler einen modernen, motivierenden, außergewöhnlichen und beeindruckenden Gottesdienst hin. „Die haben das Ding gerockt“. Das ist Jugendsprache und ehrlich. Aber es war ja auch der Tag der Jugendlichen. Schon beim Einschreiten in die Kirche unter den rockigen Tönen des Songs Rolling in the deep von Adele war auch den angereisten Gästen klar, es wird modern und vor allem lebensnah. Dies griff dann die Pfarrerin in ihrer Predigt auf. Sie beschrieb anhand einer fiktiven Konfirmandin die letzten Tage vor dem großen Ereignis. Da kommt die erste Glückwunschkarte. Darin sind Glückwünsche für die Zukunft. Gut gemeint, aber sonst nichts. Kein Geldschein und das gewünschte Handy rückt in weite Ferne. So ein Mist. Sehr realitätsnah wurden weitere Beispiele genannt und jede Familie und die Konfirmanden fühlten sich angesprochen. Betretenes Schauen, Schmunzeln, Lachen und nickende Bestätigung begleiteten die Predigt. Mit den treffenden Worten hatte Dr. Juliane Fischer alle Anwesenden in ihren Bann gezogen und es war sehr kurzweilig. Trotz dem Wunsch nach Konsum fand sie aber auch mit ihren Worten den Zusammenhang von der Moderne hin zum Glauben und den Möglichkeiten, der einen durch das Leben begleiten kann und soll. Und immer fielen die Worte Glaube, Hoffnung, Liebe. Dies haben nicht nur die Konfirmanden verinnerlicht. Es war vor allem keine Verabschiedung der Konfirmanden sondern ein Willkommen in der Kirche. Und dies wurde auch gleich zelebriert. Nach der Segnung der Konfirmanden erhielten sie das Abendmahl. Danach teilten sie es dann an die restliche Kirchengemeinde aus. Sozusagen die erste Amtshandlung. Die Kirchenband untermalte die Feier eindrucksvoll. Trotz all dem Modernen ging der Sinn dieses wichtigen Tages nicht verloren und auch Ernsthaftigkeit und Feierlichkeit kam nicht zu kurz. Die „Konfis“, Eltern und Gäste waren ungemein beeindruckt und werden noch lange und gern daran zurück denken. Auch die Glückwünsche des Kirchenvorsands sowie die Grußworte der Katholischen Gemeinde untermalten dieses wichtige Ereignis.

Schließlich haben die Konfis mit ihren Teamern einen langen gemeinsamen Weg zurück gelegt. Die Teamer, ältere Jugendliche, die sie durch die Präpi- und Konfizeit begleiteten ebenso wie André Spindler und natürlich Pfarrerin Dr. Juliane Fischer. Zwei Wochen vor der Konfirmation haben sie dies eindrucksvoll im Gottesdienst vorgestellt. Begleitet hat sie während dieser Zeit das „Holk Projekt“. Holk ist ein Engel, der sich den Problemen auf Erden annimmt. Gerade in der heutigen Zeit stellt sich die Frage, braucht man Gott noch. Mit diesem Projekt wurden Alltagssituationen erörtert, nachgestellt und nach Lösungen gesucht. Diese Lösungen haben die Jugendlichen selbst erarbeitet. Im Vorstellungsgottesdienst wurde ein Film eingespielt, die Konfirmanden haben dann eine Konfliktlösung erarbeitet und im Gottesdienst „live“ präsentiert. Das war sehr beeindruckend und bejahte die Frage, ob man Gott heute noch braucht. Mit viel Einsatz haben die Verantwortlichen den Jugendlichen gezeigt, dass Kirche nicht langweilig oder gar peinlich ist, sondern richtig Spaß machen kann.

Tanja Voges, freie Mitarbeiterin Mooskurier, Hallbergmoos