Die Kirche soll „Auferstehungskirche“ heißen!

Planung und Weg zum Bau der Neufahrner Auferstehungskirche

Der Architekt der Kirche: Olaf Andreas Gulbransson 1916-1961 (Regierungsbaumeister und Diplomingenieur)

Am 28.4.1958 reicht Olaf Andreas Gulbransson erneut Pläne ein. Die Kirchengemeinde Neufahrn wird währenddessen wegen der immer wieder aufgeschobenen Bedarfszuweisungen ungeduldig und schreibt dem Landeskirchenamt immer wieder, wie wichtig ein Neubau sei: In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Neufahrn seien „…ausgezeichnete Kräfte vorhanden, die sich für die Konstituierung der künftigen Gemeinde mit allen Kräften einsetzen…“

Außerdem ist in dem Schreiben vom 04.02.1958 zu lesen, dass die Gottesdienste derzeit in einem kleinen Schulsaal abgehalten werden, „in dem sich die Leute auf Schulbänke ältester Machart hineinzwängen müssen… es ist selbstverständlich, dass viele Leute wegblieben, was umso bedauerlicher ist, da es sich bei den Siedlern in Neufahrn meist um qualifizierte evangelische Kräfte handelt, die in München beschäftigt sind.
Wenn nicht sofort etwas geschieht, dürfte sich ein großer Teil dieser Siedler enttäuscht von der evangelischen Kirche, wenigstens innerlich, soweit es noch nicht geschehen ist, abwenden. Eine schnelle Hilfe ist umsomehr nötig, als das Bauvorhaben bereits zweimal zurückgestellt wurde.
Obwohl die katholische Gemeinde weder an Größe noch an Aktivität an die Siedlergemeinde herankommt, ist eine katholische Kirche bereits im Rohbau fertig.“

Dieses Schreiben spiegelt die Situation der Nachkriegszeit exemplarisch wider. Viele Kirchen aus der Vorkriegszeit mussten wegen Kriegszerstörung wieder aufgebaut werden oder es mussten - wegen wachsenden Gemeinden - neue Kirchen entstehen.

Die evangelische Landeskirche sah sich vor ein finanzielles Problem gestellt und musste jeden Antrag auf Kirchenneubau genau prüfen. Kleinere Gemeinden warteten daher oftmals länger auf eine Baugenehmigung als größere.

Ob letztendlich dieses Schreiben mit dem Hinweis auf die fast fertiggestellte katholische Kirche der ausschlaggebende Punkt für den Neubau war, sei dahingestellt.
Denn dann endlich wird Neufahrn zum Exponierten Vikariat ernannt und erhält die Baugenehmigungen des Landeskirchenrats (19.03.1958), des Kultusministeriums (24.06.1958) und des Landratsamtes Freising (15.11.1958).