...auf Schulbänke ältester Machart hineinzwängen...

Planung und Weg zum Bau der Neufahrner Auferstehungskirche

1952 kommt es zu ersten konkreten Überlegungen für einen Kirchenbau in Neufahrn.
Da es in Neufahrn noch keine evangelisch-lutherische Pfarrstelle gibt, geht die Initiative vom Pfarramt Freising aus.
Am 31.06.1952 gewährt der evangelisch-lutherische Landeskirchenrat den Kauf eines Grundstücks für einen Tochter-Kirchengemeindebau in Neufahrn bei Freising.

Man wählt einen Platz im Ortskern der Gemeinde Neufahrn. Die Kirche soll in unmittelbarer Nähe zur neuen römisch-katholischen Kirche entstehen, so dass beide Kirchen, auf einer Achse liegend, ein Zentrum im Ort bilden. So werden Grundstücke der Bauern Hohlenburger und Stettner zu DM 14.080,-- angekauft.

Am 29.11.1954 schreibt das evangelisch-lutherische Pfarramt, namentlich der damalige Seelsorger - und letztlich Initiator des Baus - Pfarrer Waldemar Schilberg - an den Landeskirchenrat mit der Bitte um Bau einer „Kapelle mit angegliedertem Unterrichtsraum,…verbunden durch eine Schiebetür. Der Hauptraum soll rund 100, der Unterrichtsraum etwa 30 Plätze haben.“

Dies sei am 05.09.1954 vom Kirchenvorstand in Freising beschlossen worden, als Architekt habe man Prof. Dr. Erdmannsdorfer gewählt, als Bauleiter den Baumeister Grau.

Sowohl Architekt als auch Baumeister werden zu einem späteren Zeitpunkt nie mehr genannt.

Urkunde des evangelisch-lutherischen Landeskirchenrats zum Erwerb eines Kirchbauplatzes in Neufahrn

Ohne Wettbewerb wurde der Auftrag vom evangelisch-lutherischen Landeskirchenamt direkt an Olaf Andreas Gulbransson vergeben, nachdem dieser sich bei früheren Kirchbauten bewährt hat.

Am 02.12.1955 schreibt Pfarrer Waldemar Schilberg an Olaf Andreas Gulbransson hinsichtlich des geplanten Neubaus der Kirche in Neufahrn.

Er habe mit Oberkirchenrat Müller und Herrn Kaiser von der evangelisch-lutherischen Landeskirche einen ersten Vorentwurf Gulbranssons besprochen und sei „hinsichtlich der äußeren Gestalt des entworfenen Kirchleins…“ zufrieden. Als Antwort auf das Schreiben des Pfarramts Freising reicht Olaf Andreas Gulbransson am 21.12.1955 beim Landeskirchenrat die ersten offiziellen Pläne für den Neubau ein.

Die Finanzlage des Landeskirchenrats lässt jedoch für 1955 keine Bedarfszuweisung zu. Und auch für 1958 bekommt Neufahrn kein Geld für den lang geplanten Bau.