„Keinen Streit mit einem hungrigen Mann!" - Frauenfrühstück

Erstes Frauenfrühstück wird sehr gut angenommen - 17. November 2007

Solche und ähnliche Tipps gab am Samstag, den 17. November, die Diplompsychologin, Familientherapeutin und Supervisorin Catarina Hofmann im Rahmen des ersten Frauenfrühstücks der evangelischen Kirche im Pfarrsaal der St. Theresia Kirche in Hallbergmoos.

Zunächst luden liebevoll gedeckte Tische, ein wunderschön mit Rosenmotiv dekorierter Raum und ein leckeres Büffet zum Frühstück ein, bei dem die Frauen sich gemütlich unterhalten konnten. Anschließend verfolgten über 60 interessierte Frauen den humorvollen und anschaulichen Vortrag von Catarina Hofmann, den die Mutter von drei Kindern im Alter von 15, 16 und 17 mit Beispielen aus ihrem Eheleben würzte, mit Fragen und Erlebnissen aus ihrer Praxis ergänzte und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Forschung untermauerte.

Der Therapeutin, die selbst auch schon in Hallbergmoos gewohnt hatte, gelang es, die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörerinnen zu fesseln, und oft sah man zustimmendes Nicken, anerkennendes Lächeln oder angeregte Diskussionen, wenn Situationen geschildert wurden, die fast jeder Frau bekannt sind. Mit Hilfe von zwei süßen Teddybären erklärte sie die einzelnen Phasen in einer Beziehung und räumte mit dem veralteten Mythos auf, dass Männer wüssten, was Frauen wünschen.

Wenn man als Frau etwas will, muss man dann auch dafür sorgen, dass man es bekommt und die Initiative ergreifen. Dazu gehört es, Gespräche mit dem Partner aufzunehmen und nicht zu jammern, sondern bei sich selbst nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zum Abschluss des Vortrages gab die Psychologin noch einige Beziehungsregeln mit auf den Weg, die ihr sehr am Herzen lagen.

So rät sie Paaren, sich jeden Tag fünf Minuten Zeit füreinander zu nehmen, in denen man über seine Probleme reden kann, aber auch dem anderen zuhört. Auch sollten sich Paare eine Auszeit nehmen, d.h. einmal im Monat gemeinsam die eigenen vier Wände verlassen und außerhalb gemeinsam etwas unternehmen. Sich dann als Paar an den Beginn der Beziehung erinnern, die erste Verliebtheit sich wieder vor Augen führen, ist ein Ziel, denn nur ein Paar, dass eine Vergangenheit hat, hat auch eine Zukunft.

Wichtig für viele Frauen sei es aber, auch zu lernen, stolz auf das zu sein, was man seinen Kindern als Erziehungsverhalten mitgibt und zu lernen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sich nicht von außen verunsichern zu lassen.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig, es habe sich gelohnt zum Frauenfrühstück zu kommen, zumal Frauen ihre kleinen Kinder dank dreier engagierter Mädels zur Betreuung abgeben konnten.

Für das Organisationsteam mit Edith Thormann, Anita Wüst, Renate Bach-mann, Renate Jung, Birgit Biller, Renate Sacher und Elisabeth Urbanski war es auf jeden Fall ein gelungener Auftakt zum evangelischen Frauenfrühstück, dem hoffentlich noch mehr folgen werden.

Christiane Oldenburg-Balden